Die übersehene Krankheit

Manchmal wird ein zu niedriger Blutdruck beklagt, ein andermal sind es eine verstopfte Nase, die nicht frei werden möchte oder eine trockene Nase nach ein paar Schlückchen Rotwein. Auch die Regelblutung ist deutlich schmerzhafter. Es kann aber auch sein, dass nachts vermehrt geschwitzt wird, die Haut juckt oder sich rote Flecken zeigen. Auch auf Insektenstiche folgen heftige  körperliche Reaktionen.

So verschieden die Symptome auch in Erscheinung treten mögen, eine vernünftige Erklärung für diese Phänomene bleibt meist aus. Selbst Migräne, verschiedenste Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme oder Hautsymptome gehören symptomatisch in diese Gruppe.

Allen gemeinsam ist eine Entzündungsreaktion. Entzündungen sind im Körper wichtig für die Abwehr von Mikroorganismen, die unseren Körper sonst Stück für Stück zu zerknabbern würden. Ein sehr wichtiger Stoff bei dieser Entzündungsreaktion, der nicht nur exklusiv im menschlichen Organismus, sondern auch in Pflanzen, Tieren und Bakterien beheimatet ist,  ist das Histamin.

Histamin treibt allergische Reaktionen voran, lässt das Gewebe anschwellen, sagt dem Magen, dass er Säure produzieren soll, ist beteiligt am Schlaf-Wach-Rhythmus und kontrolliert unseren den Appetit.

Jetzt gibt es so einige Wege, wie das Histamin nach oben getrieben werden kann und obige Folgeerscheinungen auftreten. Der Körper produziert es im Übermaß; es wird über sehr histaminhaltige Nahrung aufgenommen (Rotwein, Weißbier, Käse, Salami, Balsamico, Tomaten, Spinat u.a.) oder die falschen Bakterien besiedeln den Darm. Aber es gibt noch einen Weg, an die ungewünschten Symptome zu kommen. Das im Körper gespeicherte Histamin kann durch Leckereien wie Tomate, Bananen, Schokolade oder Erdbeeren freigesetzt werden.

Doch was tun sprach Zeus? Das Histamin wird in Normalfall durch ein cleveres Enzym abgebaut, die DAO oder besser Diaminoxydase. Mangelt es an dem Histaminabbauer, so kann selbst eine Seekrankheit auftreten. Portugiesische Seeleute geben den Touristen vor Hochseeangeltouren aus diesem Grund Orangen zu essen. Aus gutem Grund. Die Seekrankheit soll dadurch ausbleiben.

Ein Bluttest zeigt auf, ob ein DAO-Mangel und/oder ein Histaminüberschuss vorliegt. Sollte der Test positiv ausfallen, gilt es, den Vitamin-C Gehalt zu erhöhen, eine Möglichkeit ist über die Einnahme von Citrusfrüchten. Vitamin-C sorgt für eine Zunahme an Diaminoxydase. Histamin wird interessanterweise dadurch abgebaut und das Angeln auf hoher See bleibt ungestört von Übelkeit.

Da wir hier von einer Entzündung reden, sind Antioxydantien ganz groß im Rennen, um dagegen anzugehen. Allen voran das OPC (Oligomeres Proanthocyanidin) bekannt im Traubenkernextrakt. In Kombination mit hochdosiertem Vitamin-C (auch Anti-Skorbut-Vitamin genannt) reduziert sich die Krankheit, unter der Millionen leiden, die sogenannte Histaminintoleranz.

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