Ein Vitamin, das Freude macht

Bestimmt kennst du das auch: Im Herbst und Winter ist das Bedürfnis, sich in ein Flugzeug zu setzen und an ein schönes, warmes und vor allem sonniges Domizil zu reisen, besonders ausgeprägt. Das Fehlen von Licht und Sonnenschein trübt nicht nur deine Stimmung, Vitamin D beeinflusst auch zahlreiche Abläufe und Prozesse in deinem Körper.
Ich freue mich an dieser Stelle außerordentlich, dass sich Prof. Dr. med. Jörg Spitz bereit erklärt hat, mit seinem Fachwissen zum Sonnenvitamin meinen Blog zu beehren:

Die wirkungs- und energiereichsten Strahlen der Sonne sind die ultravioletten Strahlen (UV-Strahlen) in einer Wellenlänge zwischen 100 und 380 Nanometern. Das UV-Licht ist für das menschliche Auge nicht sichtbar. Beim Auftreffen auf die menschliche Haut haben UV-Strahlen die unterschiedlichsten Wirkungen, die unter anderem auch die Vitamin-D-Produktion ermöglichen.
Verschiedene Krankheiten der menschlichen Haut wie Schuppenflechte, atopische Dermatitis / Neurodermitis und lokalisierte Sklerodermie können — unabhängig von der Vitamin-D-Synthese — mit Sonnenstrahlung (Heliotherapie) oder künstlicher UV-Strahlung (Fototherapie) behandelt werden. Eine UV-Exposition kann zudem die klinischen Symptome der Multiplen Sklerose unterdrücken. Darüber hinaus kann UV-Strahlung den Blutdruck senken und wirkt sich allgemein positiv auf die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems aus.

Die positive Auswirkung der UV-Strahlen auf unsere Herz-Kreislauf-Gesundheit belegt eine Studie1 von den Universitäten von Southampton und Edinburgh, UK:

„Das Sonnenlicht beeinflusst die Menge und Ausschüttungdes Botenstoffs Stickoxid (nitric oxide, NO) in der Haut und dessen Übergang ins Blut. NO wiederum reguliert den Blutdruck, entspannt die Gefäße, senkt den Blutdruck und damit das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall.“

In den Versuchen wurden die Probanden über zweimal 20 Minuten auf der Sonnenbank mit UV-A-Licht bestrahlt. Das Ergebnis: Die UV-A-Strahlen aktivieren den Stoffwechsel der reichlich in der Oberhaut vorhandenen Stickoxide und erhöhen so den NO-Spiegel im Blut und senken den Blutdruck, ohne den Vitamin-D-Spiegel zu beeinflussen (dafür wäre eine UV-B-Bestrahlung notwendig).
Als tagaktive Kreaturen sind wir Menschen darauf programmiert, draußen zu sein, während die Sonne scheint, und nachts im Bett zu Hause zu sein. Der Melatonin-Vorläufer, Serotonin, ist von der Exposition gegenüber Tageslicht abhängig. Normalerweise tagsüber produziert, wird Serotonin nur bei Dunkelheit in Melatonin umgewandelt. Während hohe Melatoninwerte langen Nächten und kurzen Tagen entsprechen, spiegeln hohe Serotoninwerte in Anwesenheit von Melatonin kurze Nächte und lange Tage (d. h. längere UV-Exposition) wider. Mäßig hohe Serotoninwerte führen zu positiveren Stimmungen und einer ruhigen, aber konzentrierten mentalen Einstellung. Das Zirbeldrüsenhormon Melatonin ist ein wichtiger Schrittmacher für viele zirkadiane Rhythmen des Körpers. Es spielt auch eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Infektionen, Entzündungen, Krebs und Autoimmunität und unterdrückt UV-strahlungsinduzierte Hautschäden.

Du siehst, Vitamin D ist außerordentlich wichtig, damit du körperlich und geistig fit bleibst!  Besonders im Winter ist es in den mittel- und nordeuropäischen Ländern fast unverzichtbar, zu diesem Zweck Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, da selbst die Aufnahme von Vitamin D-reichen Lebensmitteln nicht genügt, um auf die empfohlene Menge des Sonnenvitamins zu kommen.

Der Text entstammt zu Teilen der von Prof. Dr. Spitz verfassten Sonnenfibel. Das kompakte Werk bietet dir viele interessante Fakten über Vitamin D. Bestellen kannst du die gedruckte Version der Sonnenfibel ganz exklusiv über die E-Mail Adresse support@spitzen-praevention.de

Du willst mehr über das Thema Vitamin D erfahren? Dann lohnt sich ein Besuch der Website von der Sonnenallianz und auch der YouTube Kanal.

Über den Autor:

Prof. Dr. med. Jörg SpitzProf. Dr. med. Jörg Spitz (geb. 1943) aus Schlangenbad bei Wiesbaden ist Facharzt für Nuklearmedizin, Ernährungsmedizin und Präventionsmedizin, Gründer der „Akademie für menschliche Medizin“ und der gemeinnützigen „Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention“. Nach seiner Habilitation arbeitete er unter anderem als Chefarzt für Nuklearmedizin am Städtischen Klinikum Wiesbaden und als Professor für Nuklearmedizin an der Universität Mainz.

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